Forschungsgemeinschaft Sachsen e.V.

Der besondere Beleg

Briefe aus dem Kurfürstentum Sachsen
in die Deutschen Staaten im Deutschen Reich
im 17. Jahrhundert

Briefbeförderung in das Ausland - gem. Postverträgen:

Briefe mit der Reichspost über den Hamburger Kurs nach Wolfenbüttel, Braunschweig oder Celle nach Hamburg  

Zwischen Hamburg und Leipzig hatte sich ein Botendienst entwickelt, dessen Boten die Strecke zwischen beiden Städten in 5 bis 6 Tagen zurücklegten. Um eine schnellere Beförderung der Korrespondenzen zwischen beiden Städten zu erreichen, verabredete der Leipziger Postmeister Mühlbach mit dem Taxischen Postmeister von Hamburg 1652 die Errichtung einer Reitpost, die zuerst einmal wöchentlich und ab 1681 zweimal wöchentlich zwischen beiden Städten verkehren sollte. Das Franko und Porto für Briefe auf diesem Kurs entsprach den späteren Leipziger Posttaxen von 1693 und 1713.

Leitweg über den Hamburger Kurs: Leipzig – Halle – Quedlinburg – Wolfenbüttel – Braunschweig – Celle – Hamburg

Tarifzeitraum: 1652 – 1693 (Zeitraum vor der I. Leipziger Taxordnung von 1693)

1651einfacher Teilfrankobrief (1 Folioseite) aus Dresden Franko bis Leipzig für 1 Ggr. (direkte Verbindung zwischen 2 Postämtern) nach Leipzig, von dort als Portobrief über Halle und Quedlinburg über den Hamburger Kurs nach Wolfenbüttel. Dem Empfänger in Wolfenbüttel wurden 2 Ggr. Porto berechnet.

Der Brief wurde mit Kartierungsnummer 70 in Dresden in die Briefliste eingetragen.