Forschungsgemeinschaft Sachsen e.V.

Der besondere Beleg

Plattenfehler bei der 3 – Pfg. - Kreuzbandmarke Platte VI aus 1851

3-Pfg.-Franko (Nr. 1a – Platte VI – Pype 5) für Drucksache zu 1 Loth.

Bisher wurde nur ein Plattenfehler auf der 3-Pfennige.Kreuzbandmarke von 1850 gefunden. Bei diesem Plattenfehler handelt es sich um eine größere Unterbrechung der beiden unteren Einfassungslinien im Markenbild. Man nimmt an, daß die Beschädiging des Klischees erst während des Druckes, durch einen auf die Druckplatte gefallenen Gegenstand verursacht wurde. Nach Entdeckung dieses Klischeefehlers scheint man das Bruckstöckel aussortiert zu haben und erst bei der Zusammenstellung der Druckstöckel für die letzte Bruckplatte, nämlich der Platte VI aus dem Juni 1851, aus Mangel an besseren Druckstöckeln, eingeordnet zu haben. Das beschädigte Druckstöckel nimmt die Position 5 im 20er-Feld der Platte VI ein und ist nur an dieser Position gefunden worden. Auf Brief ist diese Marke bisher nur mit dem hier gezeigten Stück bekannt worden. Insgesamt sind vier Marken mit diesem Plattenfehler bekannt.

1851 – Vertreterankündigung aus ROßLAU in Preusen, zum Zwecke der Portoersparnis im Packet nach LÖBAU im Königlich Sächsischen Postbezirk befördet und dort zur Post gegebe.
Die Portoersparnis beträgt 0,03333.... Groschen. Die Drucksachentaxe betrug in Preußen 4 Silberpfennig entsprechend 1/3 Sgr, in Sachsen 3 Pfg entsprechend 0,3 Ngr. Die Differenz ist folglich 0,03333.. Groschen!! (3 Neupfg. zu 4 Spfg.).