Forschungsgemeinschaft Sachsen e.V.

Der Brief des Monats Mai 2005

Brieftaxen zwischen Sachsen und den Staaten
im
DEUTSCHEN BUND
nach der Gründung des DÖPV zum 1. Juli 1850

Bayern hatte die ersten Briefmarken zum 1.11.1849 ausgegeben. Damit konnten Briefe aus dem Königlich Bayrischen Postbezirk ab 1.7.1850 in den DÖPV, also auch in den Königlich Sächsischen Postbezirk, mit Briefmarken frankiert werden. In Sachsen erschienen Frankomarken zum Frankieren von Briefen erst zum 1.August 1851. Damit konnten Briefe aus Sachsen nach Bayern in der Zeit vom 1.7.1850 bis 31.7.1851 entweder bar frankiert oder nur als Portobriefe versendet werden.
Briefe mit Marken der ersten bayrischen Ausgabe aus 1849 nach Sachsen in der Zeit zwischen dem 1.7.1850 und dem 31.7. 1851 sind sehr selten.

1851einfacher Brief aus HOF im Bayrischen Postbezirk nach Dresden im Sächsischen Postbezirk
in den III. Taxrayon des DÖPV über 20 Meilen befördert. Das Franko betrug 9 Kr. (Mi.Nr.5a).

1851 (6.März) – einfacher Brief mit 3 Ngr. bar frankiert aus Leipzig im Sächsischen Postbezirk
nach München im Bayrischen Postbezirk über 20 Meilen in den III. Taxrayon des DÖPV.

In der Regel wurden Briefe aus Sachsen nach Bayern als Portobriefe versandt.
Bar frankierte Briefe sind eine große Ausnahme und deshalb sehr selten.