Forschungsgemeinschaft Sachsen e.V.

 

Der Brief des Monats April 2005

Sächsische Korrespondenzen mit den Postbezirken im DÖPV 1850 bis 1867

Mit dem Kaiserlich Österreichischen und Königlich Ungarischen Postbezirk und
mit den Postbezirken von Lombardei und Venetien im DÖPV et vice versa

Österreich gab bereits zum l. Juni 1850 Briefmarken aus, so daß mit Beitritt zum DÖPV zum 1.7.1850 Briefe aus dem Österreichischen Postbezirk in den Königlich Sächsischen Postbezirk mit Briefmarken freigemacht wurden. Die Frankierung mit Briefmarken aus Sachsen nach Österreich war erst nach Ausgabe der Friedrich-August-Ausgabe zum l .8.1851 möglich.

Taxen nach Art. 15 DÖPV-Vertrag zum 1.7.1850:

In den I. Taxrayon bis l Loth bis 10 Meilen l Ngr. = 3 Kr.
in den II. Taxrayon bis l Loth 10 bis 20 Meilen 2 Ngr. = 6 Kr.
in den III. Taxrayon bis l Loth über 20 Meüen 3 Ngr. = 9 Kr.

1851 - einfacher Brief aus Schönlinde im Österreichischen Postbezirk
nach Eybau im Königlich Sächsischen Postbezirk bis 10 Meilen in den
I. Taxrayon des DÖPV mit 3
Kr (Mi.Nr 3) Franko.

1851 - einfacher Brief vom 29.8. - aus Dresden im Königlich Sächsischen Postbezirk,
Aufgabe Böhmischer Bahnhof über den Bahnpostkurs DREDEN-BODENBACH, nach Auscha im
I. Taxrayon des DÖPV in den Österreichischen Postbezirk mit 1 Ngr. (Mi.Nr.4I) Franko.