Forschungsgemeinschaft Sachsen e.V.

Der besondere Beleg

Behandlung der Briefe, die in Briefkästen der auf Landstraßen kursierenden Postwagen eingelegt wurden.

In den BRIEFKASTEN DER ZITTAUER CARIOLPOST eingelegter Brief

Einfacher gewöhnlicher Frankobrief im ersten vereinsländischen Entfernungstaxrayon (bis 10 Meilen) von OSTRITZ (Kgl. Sächs. Postbezirk) nach LAUBAN (Kgl.Preußischer Postbezirk) vom Mai 1867.

Der vorliegende Brief wurde in den Briefkasten der "combinirten sächsisch -preußischen Fahrpost" von ZITTAU nach GÖRLITZ eingelegt und entsprechend dem Inhalt der Verordnung Nr. 2316, "Die Anbringung von Briefkästen an die auf den Landstraßen coursirenden Wagen der combinirten sächsisch -preußischen Posten betreffend" behandelt.

Danach waren in der preußischen Grenzpostanstalt (im vorliegenden Falle GÖRLITZ) die Frankomarken der Kgl. Sächsischen Postverwaltung "kreuzweis mittels Tinte zu durchstreichen" und "die als Aufgabeort zu betrachtende jenseitige Postanstalt und der Aufgabetag mit der Feder deutlich auf der Adresseite zu verzeichnen". An Stelle der sächsischen Grenzpostanstalt (hier OSTRITZ) wurde im vorliegenden Falle der Herkunftsvermerk "Aus dem Briefkasten der Zittauer Cariolpost und Unterschrift" angebracht.

Sächsische Postverordnung Nr. 2270, 01. Dezember 1862. Sie regelte das Anbringen und den Gebrauch von Briefkästen an den auf den Landstraßen kursierenden Postwagen