Forschungsgemeinschaft Sachsen e.V.




Der Brief des Monate März/April 2004

Einzig mir bekannter recommandirter Brief mit englischer Zusatzfrankatur und einer von zwei bekannten Briefen bei dem die Zusatzfrankatur bei nicht bezahltem Porto von Alexandria bis zum Bestimmungsort erfolgte.





Das britische Seeporto wurde seit 1864 statt der üblichen Taxierung im Francofalle in Alexandria mit englischen Marken frankiert.
Sehr seltener Recomandationsstempel Triest.

Einfacher recommandierter Teilfrancoretourbrief, leichter als 1/2 Unze bezahlt bis Alexandria, an Herrn Aurich auf der Brigg “Emma“ unter Kapitän Haeslop aus Bremen, Brief wurde “refused by.......“. Das fehlende Seeporto + engl.
Beförderungsweg: CHEMNITZ 19. 11. 1865, beim Schalter für Recommadierte Briefe aufgegeben (nur dort dieser Ovalstempel) mit der Bahnpost über DRESDEN - PRAG - WIEN 20. 11. 1865 bis TRIEST 22. 11. 1865, mit Schiffen des Österreichischen Lloyd bis nach ALEXANDRIA 04. 12. 1865 (britisches Auslandspostamt), bis SUEZ mit der britischen Eisenbahn, mit Schiffen der britischen P. & 0. - Line über CEYLON, SINGAPORE nach HONGKONG 15. 01. 1866 (Kgl. Britisches Auslandspostamt in China). Nach einem Jahr wurde der Brief nach Sachsen zurückgeschickt (Honkong 05. 01. 1867)
Beförderungsdauer: 56 Tage

Frankogebühren: nach der sächs. Post-Verordnung Nr. 1401 vom 29. 10. 1855, Frankaturzwang bis nach ALEXANDRIA

Vereinsporto =3 Ngr. +
Recommandation =2 Ngr. +
Österreichischem Seeporto =3 Ngr. = 15 Nxr.
8 Ngr.
Portogebühren: vom Empfänger zu zahlen
Britisches Seeporto (Read Sea Postage)=1/- Sh. +
Britische Recommandation =-/6 d
1 sh./ 6 d (mit Brit. Marken in Alexandria freigemacht)
Gewichtsprogression: Deutsch-Österreichischer-Postverein = von Loth zu Loth excl. = 16 2/3 g ; Britische (incl.) = 1/2 unze = 14 1/6 g = 1/- Sh. Einfach, 1/2 bis 1 unze = 28 1/3 g = 2/- Sh. zweifach , 1 bis 2 unzen = 56 2/3 g = 4/- Sh. vierfach (dreifach gab es nicht)

Taxvermerke: Außervereinsländischer Anteil 3 Ngr. (handschriftl. blau)