Forschungsgemeinschaft Sachsen e.V.

 

Der Brief des Monats Januar 2005

Kreuzbandsendungen vom 1.1.1861 - 31.12.1867

Nach § 14 Abs. l des Postvereinsvertrages von 1860 wurden alle gedruckten, lithographirten, metallographirten, oder sonst auf mechanische Weise hergestellten, zur Beförderung mit der Briefpost geeignete Gegenstände zur ermäßigten Taxe als Kreuzbandsendung zugelassen. Ausgenommen hiervon wurden die mittels Copirmaschine hergestellten Schriftstücke. Damit diese Sendung zum ermäßigten Satz einer Drucksache befördert werden konnten, mußten sie unter Streifband versendet werden.


Hektographierter Inhalt

1861 – Drucksache zu einem Loth mit 3 Pfg. (Mi.Nr.2IIa) frankiert aus Chemnitz nach Görkau in den I. Taxrayon des DÖPV nach Österreich befördert. Da der Drucksacheninhalt mittels Copirmaschine metallographich vervielfältigt wurde, hätte er unter Verwendung einer Adreßschleife versendet werden müssen, damit seitens der Postverwaltung erkannt werden konnte, daß der Drucksacheninhalt wirklich metallographirt war.

Die Versendung in der Form eines Briefes ohne Adreßstreifband führte dazu, daß die Sendung nicht als Drucksache, sondern als einfacher Brief in den I. Taxrayon des DÖPV behandelt wurde. Deshalb wurde die Sendung unter Anrechnung der frankierten 3 Pfg. als einfacher Portobrief mit 5 Neukreuzern Porto + 5 Neukreuzern Zuschlagsporto = 10 Neukreuzern abzüglich bezahlter 3 Pfg. in Sachsen (entspricht 1 Neukreuzer) mit 9 Neukreuzern taxiert das als Porto in Görkau vom Empfänger erhoben wurde.